Weiterbildungskonzept

Das Konzept von beruflichen und hochschulischen Weiterbildungsangeboten des WAGAS EMN-Projekts besteht aus 5 Komponenten, die auf den gleichen Schulungsmaterialien aufbauen. Wie die nachfolgende Grafik zeigt, setzen die Komponenten an unterschiedlichen Vorbildungen, Abschlüssen und Weiterbildungszielen an.

1. Akademische Weiterbildung bei Vollstudiengängen

Teilnehmer des Master of Health Business Administration (MHBA) können das AAL-Modul im Rahmen ihres Studiums belegen. Dabei kann es entweder als eines von zwei Vertiefungsmodulen oder als zusätzlicher Inhalt neben den Vertiefungsrichtungen gewählt werden.

2. Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium

Für die Zulassung zum Masterstudium bestehen bestimmte Voraussetzungen. So müssen die Studierenden eine bestimmte Anzahl an ECTS-Punkten aus Vorstudiengängen mitbringen. In diesem Zusammenhang kann das AAL-Modul auch dazu genutzt werden, die Eingangsvoraussetzugen für ein Weiterbildungsstudium wie den MHBA zu erfüllen, wenn es vor oder nach dem Studium als Zusatzleistung erbracht wird.

3. Gewerbliche Weiterqualifikation vor der Hochschulzugangsberechtigung 

Neben dem allgemeinen Hochschulzugang besteht nach Bayerischem Hochschulgesetz auch die Möglichkeit des fachgebundenen Hochschulzugangs, der Bewerbern mit Berufsausbildung und -erfahrung ein Studium ermöglicht. Die Bewerber können bei letzterem allerdings nur Studiengänge wählen, die ihrer bisherigen Ausbildung und Tätigkeit fachlich nahe kommen. Eine universitäte Weiterbildung durch das AAL-Modul würde die Chance für Berufstätige auf ein Studium in diesem Bereich massiv erhöhen, weil die AAL Fortbildung als direkter Nachweis für die Fachnähe angesehen wird, oder die zusätzliche Qualifikation eine fachnahe Berufstätigkeit ermöglicht. Die Durchlässigkeit des Systems würde somit wesentlich erhöht werden.

4. Zusatzqualifikation in der Meisterausbildung 

Um sich für ein Studium zu qualifizieren, müssen Bewerber ihre besondere Qualifikation für dieses belegen. Somit kann die AAL-Weiterbildung in der (Industrie)-Meister-Ausbildung als Zusatzqualifikation im Rahmen der IHK-Weiterbildung nicht nur einen Einblick in die Anforderungen und Möglichkeiten eines Universitätsstudiums bieten. Darüber hinaus werden die Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium nach Absolvieren des AAL-Moduls ggf. besser erfüllt, was zu Vorteilen gegenüber anderen Bewerbern führt. Da die Leistung universitär zertifiziert ist, besteht außerdem die Möglichkeit der Anrechnung im späteren Studium.

5. Berufliche Ausbildung in der Berufspraxis

Auch im Rahmen der Berufspraxis können AAL-Inhalte als Zusatzqualifikation dienen. Diese können problemlos in entsprechende Weiterbildungsangebote der IHK integriert werden. Im Zusammenhang mit dem WAGAS EMN-Projekt soll ermittelt werden, welche Teilinhalte des AAL-Moduls dafür besonders relevant sind und wie sie optimal implementiert werden können. Außerdem müssen Arbeitgeber sowie Auszubildende aller Berufsgruppen, für die die AAL-Thematik von Interesse ist, identifiziert und angesprochen werden.